Vom Chef aus eigenem Erleben notiert

Mein Bruder – das “Superhirn” greift nach den Sternen…

Wir kamen 1992 an einem Samstagabend vom Center Parc Familienurlaub aus Holland nach Erfurt zurück und wollten uns bei der beliebten “Wetten, dass .. ?”- Fernsehshow entspannen. Denkste – die Aufregung war riesengroß, als Thomas Gottschalk locker ankündigte, dass diese außergewöhnliche Wette, Günter von Lojewski, gewinnen will. Mir schoss es wirr durch den Kopf: “Wie viele Günter von Lojewski’s gibt es in Europa eigentlich ?” Doch da stand mein leibhaftiger Bruder schon neben dem beliebten Showmaster. Keiner aus unserer Familie hatte etwas zuvor von seinem Fernsehauftritt in Emden erfahren. Er durfte und wollte sicherlich vorher nicht darüber reden. Er gewann mit Bravur seine wissenschaftliche Uhrenvergleichswette und seine Wettpatin Gunda Niemann-Stirnemann hatte es auch so vorausgesagt. Leider reichte seine gewonnene Wettidee nur für Platz zwei, doch an diesem Abend hatte er Millionen Fernsehzuschauer in seinen Bann gezogen und den Weg für die Herausgabe der 3-D-Bilderbücher (Das magische Auge) weltweit geebnet.

In meiner Schulzeit, es war wohl die 10. Klasse, sollten wir einen Aufsatz über “Mein Vorbild” schreiben. Da war an “Wetten, dass ..?” in keiner Phase zu denken, aber ich wählte meinen Bruder zum “Vorbild”, keinen Fußballer, keinen Schauspieler und keinen Politiker, eben nur meinen Bruder.

Warum? Er war für mich schon damals ein Genie, ein Einstein der Gegenwart. Wer als Schüler bei der Mathematikolympiade im Landesmaßstab einen vorderen Platz belegte, muss schon ein kleines Superhirn sein. Günter hatte in drei Wochen Klavierunterricht soviel gelernt, wie andere nicht in zwei Jahren. Sein außergewöhnliches Vorstellungsvermögen und seine besonderen genetischen Begabungen garantierten ihm auch Sonderstipendien im Mathe- und Physikstudium an der Pädagogischen Hochschule Erfurt.

Nach 18 Jahren kehrte mein Bruder wieder auf die größte Unterhaltungsshowbühne Europas zurück. Mehr als 10 Millionen Zuschauer verfolgen “Wetten, dass ..?” im ZDF. Diesmal gab es nicht die 100%-ige Überraschung, denn die Tageszeitung “Thüringer Allgemeine” kündigte in Wort und Bild Günters Auftritt bei “Wetten, dass ..?” Ende März 2010 in Salzburg an. “Ein Erfurter will Wettkönig werden”, so schrieben es die Letter schwarz auf weiß. Doch mit welcher Wette würde mein Bruder das höchste Ziel dieser Show erreichen wollen ? Meine Erregung und Anspannung waren genauso groß wie damals 1992, ja noch wesentlich intensiver, denn mein Bruder, das “Superhirn” greift im wahrsten Sinne des Wortes nach den Sternen…

Thomas Gottschalk kann selbst kaum den Inhalt und technischen Ablauf dieser einzigartigen Wette erfassen.
Stellen wir uns vor: Auf 4 unterschiedlichen Sternengemälden mit 5.000 Lichtpunkten wird jeweils ein einziger Stern irgendwo entfernt. Es gilt für meinen Bruder an drei Sternengemälden den entfernten Stern genau da wieder hin zu zaubern, wo er noch vor kurzer Zeit leuchtete. Astronomischer Wahnsinn, kaum vorstellbar und doch irdisch mit besonderen menschlichen Fähigkeiten lösbar. Günter hat wohl unzählige Stunden, Tage und Monate mit seinen Augen trainiert, was in unseren Köpfen kaum fassbar ist. Er hat auch seine zweite große Wette gewonnen, aber diesmal mit einem großen Unterschied zum 1. Auftritt: In einem grandiosen Wettstreit mit den anderen 4 Wettkandidaten haben ihn die Zuschauer zum eindeutigen Wettkönig gewählt, zum Superstern am Sternenhimmel.

Auf dem Siegerpodium zu stehen, mit dem Blick auf den AUDI-Hauptgewinn, die liebevollen Glückwünsche von Michelle Hunziker und Thomas Gottschalk entgegen zu nehmen ist sicherlich ein außerirdisches Erlebnis unter Beobachtung von über 20 Millionen Augen. Nun habe ich doch noch einen zweiten kleinen Aufsatz über meinen Bruder geschrieben, fast 40 Jahre später.

 

Ein besonderer STOP OVER … in Manama

Wir sind gerade taufrisch von einer Reise zurückgekehrt, von der selbst ein Weltenbummler wie ich, ins Schwärmen kommt. Wir heißt – 102 Reiselustige, die mit der AIDAcara vom 01.-15.03.2010 eine echt exotische Mix-Tour durch Südostasien erlebten. Stationen waren in Thailand, Malaysia, Singapur, Brunei und in Vietnam. Mehr Vielfalt und Abwechslung geht wohl nicht, auf jeden Fall mit nur einmal Koffer auf und zu. Als Thüringer AIDA-Spezialist kam all mein Wissen und Können zum Einsatz, um diese Traumreise zu einem Erlebnis fürs Leben zu gestalten.

Dabei fing alles gar nicht so optimal an, denn unser Flug nach Bangkok war nicht non Stopp, sondern sah eine Zwischenlandung in Bahrain vor. Eigentlich nichts Unnormales, doch 6 Stunden auf einem Flughafen auf den Weiterflug zu warten, ist hart und keine gute Einstimmung auf die AIDA-Kreuzfahrt, zumal dieses gemeinsame Warten mit 102 Gästen stattfinden sollte und musste. Ehrlich gesagt, ich hatte für diesen Fall eine doppelte Ration Ohropax im Handgepäck, damit ich die netten Zwischeneinwürfe meiner Reisegäste besser verkrafte oder genauer, einfach nicht höre. So wäre es gekommen, wenn da nicht eine nette Frau von Gulf Air in Vorbereitung meiner Gruppenreise großen Einsatz und Leidenschaft gezeigt hätte. Die Aufgabenstellung für Nadine und mich lautete: 6 Stunden Programmgestaltung in der Hauptstadt Bahrains, in Manama, zu organisieren. Sie in Frankfurt/Main, ich in Erfurt und die Agentur in Manama. Das war eine echte Herausforderung, alles nur per Email und Telefon. An der Stimmlage von Nadine merkte ich sofort die Bereitschaft und den Willen, dass werden wir schaffen. Die Papierarbeit war getan und die Praxis rückte immer näher. Kurz vor unserem Start teilte mir Nadine mit, sie wird uns bis Bahrain begleiten und persönlich kontrollieren, ob alles so wie geplant auch klappt. Das beruhigte mich enorm und sprach für den Kundenservice von Gulf Air.

Pünktlicher Start und sichere Landung in Manama. Damit wir das Flughafengebäude verlassen konnten, war ein Visum notwendig. Dieses hatten wir im Vorfeld auch für alle Gruppenmitglieder besorgt. Drei nette Frauen der Betreuungsagentur warteten schon sehnsüchtig auf uns. Schnell und reibungslos saßen wir alle in drei schicken Reisebussen, und eine beeindruckende Lichterfahrt durch das uns unbekannte Manama begann.

An den markanten Stellen der nächtlichen Skyline legten wir Fotostopps ein. Das Klicken, Surren und Piepen der Kameras nahm kein Ende. Solche Worte, wie überwältigend, grandios machten die Runde. Strahlende Gesichter bewunderten einzigartige Gebäude der Geschichte und der Zukunft. Jetzt ging das besondere Erlebnis aber noch weiter. In einem typischen Orientalischen Restaurant war zum Abendessen eingeladen. Die Überraschung war perfekt und manch knurrender Magen war ebenfalls begeistert und später sehr zufrieden und vom Feinsten gefüllt. So vergingen die 6 Stunden wie im Fluge und von einer langen Wartezeit war nichts zu spüren. Manch einer wünschte sich sogar noch eine längere Wartezeit, doch dann hätte er den Flieger nach Bangkok und die AIDAcara verpasst. Es war für alle ein wahrer Höhepunkt der Kreuzfahrt, die noch gar nicht stattgefunden hatte.

Für mich und für die gesamte Gruppe ging wohl die schönste und spannendste Zwischenlandung zu Ende, ein STOP OVER in Manama, den man so schnell nicht vergisst. Nur eine Sache stimmte uns alle traurig, Nadine musste gleich wieder den Rückflug nach Frankfurt/Main antreten, aber auch Ihr fiel der Abschied schwer… .

notiert am 18.03.2010
Reisegruppe „SUN & FLY“ Erfurt
01. – 15. März 2010
AIDAcara Südostasien – Tour

Fortsetzung folgt